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vamos a ver...

Feb 2008

Die Zukunft von Java, Teil 2

Rui Carmo wirft seine Java-Bücher weg.

Sieht nicht gut aus für die Zukunft von Java im Mobiltelefonmarkt.

Warum Verkehrssteuerung nicht funktioniert...

...jedenfalls nicht so wie man es sich denkt.

Im Hambuger Abendblatt findet man im Artikel Dritte Spur in Richtung Süden? folgende Information:
"Seit zwei Jahren regeln die Schilderbrücken sogar automatisch gesteuert bei größerer Verkehrsdichte das Tempo herunter, um Staus zu verhindern. Doch in der Praxis funktioniert das nicht. Denn die meisten Autofahrer halten sich nicht an das Tempolimit, wenn vor ihnen die Piste noch frei ist. Zu kurz gedacht: Prompt geraten sie ein paar Kilometer weiter in den Stau. "Wenn ich das angezeigte Tempo 80 einhalte, werde ich ständig überholt", hat die Expertin im Selbstversuch festgestellt."

Ich kann nicht behaupten dass es mir in Regensburg anders ergeht. Aber was will man erwarten, wenn man die selben Leute an anderen Stellen dazu erzieht, zu schnell zu fahren, damit sie in der Grünen Welle bleiben?

Gleichzeitig macht man in Barcelona gute Erfahrungen mit einer generellen Beschränkung der Einfallautobahnen auf 80km/h: Ein typischer Rückgang der Verletzten um über 40%, bei allgemein verbessertem Verkehrsfluß.

Die Zukunft von Java

Java ist auf den besten Weg, eine unbedeutende Programmiersprache zu werden.
Langfristig:
* Für Applikation war Java noch nie wichtig, hier herrscht C in seinen Variationen
* Javascript ist das neue Basic und bedrängt sogar Klassiker wie Cobol, pardon ABAP.
* Java wird eine Nischensprache für Bereiche, wo man eine effiziente VM braucht. Server, DRM. Aber selbst dort wird es bedrängt, wenn die VM größer sein darf.
* Python, Perl und darauf aufbauende Frameworks wie Ruby übernehmen den Rest des jetzigen Java-Marktes.

Wenn ich es mir genau anschaue, scheint Apple wirklich in diese Richtung zu laufen:
* Javascript ist einer der Schwerpunkte in der Webkit-Entwicklung.
* Ich staunte nicht schlecht als ich unter Leopard plötzlich eine aktuelle (stable) Python-Installation inkl. umfassender Pakete fand
* Perl ist in Leopard ebenfalls aktuell (stable).
* Ruby ist in den Developer-Tools (aktuell bzw problemlos aktualisierbar)
Meiner Meinung nach hängt die Zukunft von Java bei Apple praktisch nur an der Zukunft von Webobjects. Das Problem an der Sache aus Sicht der Webanwendungs-Programmierer ist die Schnelligkeit eines Wechsels von Java zu Skriptsprachen wie Tcl, Python, Ruby, etc in diesem Bereich.

Es gibt Beispiele der Reimplementation größerer Projekte aus C++ nach Tcl wo die Reimplementierung gerade mal ein Sechzigstel der Zeit der Erstimplementierung in C++ gebraucht hat! Oder der Vergleich zwischen Erstimplementierung Java vs Erstimplementierung in Tcl, wo immernoch ein Faktor 3 raussprang. Lesenswert dazu:
http://home.pacbell.net/ouster/scripting.html

Nebenbemerkung: Als der Artikel 1998 veröffentlicht wurde, war Python noch praktisch unbedeutend. Das ist gerade mal 10 Jahre her.

Java ist massiv unter Beschuß. Neue C-Varianten wie Objective-C 2 bieten die Vorteile von Java wie z.B. Garbage-Collection bei gleichzeitig weitaus maschinennäherer Programmierung, wenn die Datenverarbeitung schnell gehen soll. Skriptsprachen wie Python sind deutlich schneller zu programmieren, platformunabhängig wenn man auf Geschwindigkeit verzichten kann und schneller als Java, wenn man von der einfachen Möglichkeit Gebrauch macht, Niedrigsprachen-Bibliotheken einzubinden.

Goodbye Safari, Hello Firefox

Es gab eine Zeit, da war Safari der schnellste und beste Browser auf dem Mac. Aber eine Sache hat das alles verändert:

Flash

Es find ganz unscheinbar an, ein kleines, ärgerliches Flash Applet auf den Webseiten die ich so besuche. Es hat nicht viel mehr gemacht, was man nicht auch mit einem animiertem GIF oder PNG hätte machen können. Außer daß es gut 100 mal mehr Rechenleistung verbrauchte.
Ich habe mir darüber keine großen Sorgen gemacht, die meisten konnte ich einfach durch Anpassen meines User-Stylesheets auf "unsichtbar" setzen. Und es viel mir auch nicht auf, daß die Leute um mich herum die Zahl der offenen Browserfenster nach und nach auf nur noch eines reduzierten, damit ihre Rechner nicht langsam wie eine Schnecke wurden.
Aber plötzlich hat sich alles geändert. Mehr und Webdesigner benutzen nicht nur mehr und mehr Falsh Applets auf den Seiten, wo es früher auch die animierten GIF taten. Jetzt fingen sie auch noch an sie mittels Javascript vor den Filtern der Anwender zu verstecken.
In den letzten drei Monaten wurde Safari trotz ständiger Anpassungen ein Albtraum an Langsamkeit. Ich kann Javascript icht abschalten, weil ich es brauche, und ich kann in Safara Flash auch nicht filtern. Was also tun?

Zu
Firefox wechseln. Das Flashblock-addon installieren. Schritt 3? Es gibt keinen Schritt drei.